BERLINER SAXOPHON QUARTETT

Pressestimmen

Brillante Musiker, und dies sind die Berliner, wissen ihren Instrumenten Klänge zu entlocken, die der unvoreingenommene Hörer nicht mehr mit einem Saxofon in Verbindung bringt. Da näselt eine Klarinette, eine Orgel braust, und in Giovanni Gabrielis Canzonen zwitschern Kanarienvögel.
Das Quartett nimmt die Gäste mit auf die Reise durch Europa. Werke großer Komponisten des 15. bis 17. Jahrhunderts erscheinen in raffinierten Arrangements. Diffizil geschriebene  Musik wie Ricercare und Fugen werden durchhörbar. Jede Stimme lässt sich verfolgen. Dies vor allem in Bachs „Kunst der Fuge“, die wohl intellektuell wirkt, der die Berliner aber das Spröde nehmen.
Heilbronner Stimme, 06.08.2012

BACH-FESTIVAL: „Kunst der Fuge“ in Saxofon-Besetzung
Mit Spielwitz von Ballast befreit
An eine Saxofonbesetzung konnte Bach noch nicht gedacht haben, als er seine "Kunst der Fuge" notierte.
Aber dass ihm die Wahl der Instrumente gefallen hätte, davon ist auszugehen. Zumindest wenn er Zeugeeines Konzerts mit dem Berliner Saxofon Quartett gewesen wäre, das im Rahmen des Bach-Festivals in derMannheimer Christuskirche einen Auftritt hatte. Man darf sagen: Diese Musik hat Swing. Und Groove. Und Pep. Nicht nur, weil man das Saxofon in erster Linie dem Jazz zuordnet. Sondern wegen der Art und Weise, wie die Berliner diesen barocken Kosmos durchstreifen, wie sie dem Pulsschlag dieser Musik nachspüren und sie mit spielerischem Schwung und Witz von ihrem akademischen Ballast befreien.
(...) Im Bläserquartett offenbart die "Kunst der Fuge" ihre polyphone Pracht. Plastisch arbeiten die Berliner die Themen heraus, teilen sich auch die zweistimmigen Fugen paritätisch und beeindrucken mit einem präzisen und biegsamen Ensembleklang.
Mannheimer Morgen, 17.03.2012

Eine saxophonische Zeitreise zu viert
„Eine musikalische Reise durch die einzelnen musikalischen Zeitepochen wie Renaissance, Barock, Romantik bis hin zu modernen Werken des 20. Jahrhunderts erlebten gestern Abend die Zuschauer des Neujahrskonzertes der Zweibrücker Mozartgesellschaft. "Lassen sie sich vom Berliner Saxophon-Quartett entführen, auf ein in chronologischer Reihenfolge aufgebautes Konzert, mit alten Stücken in neuem Gewand", beschrieb Walther Theisohn, der Vorsitzende der Mozartgesellschaft, zu Beginn den nachfolgenden Musikabend (...). Als Stimmungsvoller Rahmen für dieses außergewöhnliche Quartett präsentierte sich der abgedunkelte kleine Konzertsaal der Festhalle, in dem auch die einzelnen Klangfarben von Sopran-, Tenor-, Alt- und Baritonsaxophon sich perfekt entfalten konnten.“
Pfälzischer Merkur

Berliner Saxophon Quartett beim Neujahrskonzert der Mozartgesellschaft Zweibrücken
“Sicherlich waren der beeindruckende Klang und die differenzierte Interpretation (...) in erster Linie der Virtuosität der Interpreten zu verdanken. Augenzwinkernd und mit Humor erzeugte das Ensemble in perfekter Harmonie abenteuerliche Töne, welche die ganze Bandbreite ihrer Instrumente ausnutzt. Den nicht enden wollenden Applaus belohnten die Saxofonisten mit zwei Zugaben.“
Die Rheinpfalz

„(...) mit Ihren vier verschieden groß dimensionierten Saxi zauberten die Berliner wunderbar differenzierte Klangimpresssionen.
Münchner Merkur

„Kammermusik par excellence“
Fränkischer Tag

"Das Kammerensemble mit internationalem Renommee hält, was der Titel des Albums verspricht. Mit diesem Repertoire beweisen die vier Saxofonisten nachdrücklich, dass man auf ihrem Instrument weit mehr als nur Jazz interpretieren kann. Neben Hits aus dem Salon wie Gades Jalousie-Tango erklingen moderne Klassik-Adaptionen von Albeniz oder Satie neben Gershwin und Bearbeitungen aus Brecht/Weills "Dreigroschenoper". Auch zeitgenössische Kompositionen sind dabei, die nie kopflastig, sondern äußerst sinnlich rüberkommen. Einfach sexy eben, das Saxofon."
Berliner Morgenpost über die CD „musique pour faire plaisir“

"....Ein Vorschlag für den nächsten Crossover-Klassik-Echo!" „ Wer den Berliner Saxophonisten Christof Griese kennt, weiß, dass er gewöhnlich eigene Kompositionen oder die seiner Mitmusiker spielt nach dem Motto: "Standards, das spielen doch schon die anderen." Doch keine Regel ohne Ausnahmen, als Mitglied des Berliner Saxophon Quartetts spielt Christof Griese auf dieser CD Klassik- Adaptionen von Albeniz oder Satie und Jazziges aus der Feder von Komponisten wie Weill, Gershwin oder Piazolla. Doch allzu ernst und kopflastig ist das Werk nicht ausgefallen, eher leicht und beschwingt, wie sie gleich beim 1. track, Sevilla von Isaac Albeniz, demonstrieren. Insgesamt ein eher kammermusikalisches als ein jazziges Werk mit dem die 4 Saxophonisten zeigen, dass ihr Instrument zu mehr taugt als Jazz und Marschmusik. Doch Kenner des Berliner Saxophon Quartetts wissen das bereits, denn das Berliner Saxophon Quartett feiert 2004 sein 20- jähriges Bühnenjubiläum.“
Jazzpodium über die CD „musique pour faire plaisier »

„Virtuose theatralische Aktion - Lunchkonzert beim Hessischen Rundfunk Röhren, knattern, quietschen und trotzdem elegisch singen oder nervös wispern, Trompete und Klarinette spielend imitieren, ohne dabei die Besonderheiten des eigenen Klangs preiszugeben: Welches Instrument kann das schon? Dass das Saxophon im "E-Musik"-Bereich eher ein Mauerblümchendasein fristet, mutet angesichts der reichhaltigen Farbpalette des um 1840 von Adolphe Sax entwickelten Blasinstruments seltsam an. Das Berliner Saxophon Quartett unterstrich beim Lunchkonzert im Sendesaal des Hessischen Rundfunks einmal mehr diese Bandbreite mit einem Programm ständiger Gegenüberstellungen: Insgesamt acht "Contrapuncte" aus Johann Sebastian Bachs "Kunst der Fuge" in der Bearbeitung des Bariton Saxophonisten Friedemann Graef korrespondierten mit der Uraufführung des "Achim-Quartetts" von Detlef Bensmann, Sopranist in dem Bläserensemble, und Werken von Glasunow, Francaix sowie "Zwei Minneliedern" Jens-Peter Ostendorfs. Die Transparenz und sinnfällig nachempfindbare Struktur des Bach'schen Polyphonie-Gewirks stand keineswegs im Widerspruch zu der satten angenehmen Klangkultur des Quartetts, das Glasunow und Francaix ("Serenade comique") in humoristisch-spritzigem Licht präsentierte. Für die Minnelieder von Ostendorf gesellte sich die Sopranistin Dorothee Wohlgemuth zu den vier Herren, um in schlichter Klarheit Walther von der Vogelweide mit heutiger Tonsprache zu verbinden. Das "Achim-Quartett" Detlef Bensmanns forderte hingegen avancierte-Spieltechniken des Berliner Saxophon Quartetts und eine gleichsam theatralische Aktion von Dorothee Wohlgemuth: ein fesselnd-spannungsreich komponiertes Stück persönlicher Empfindsamkeit, das man gerne ein zweites Mal hören möchte, erst recht, wenn es so dramatisch und virtuos dargeboten wird.“
FAZ

"Exzellente, sensitive Musiker. Mit Durchsichtigkeit und Detailfreudigkeit herrlichaufgenommene Darbietung."
Fanfare (USA) über die CD: J. S. Bach - Kunst der Fuge (cpo)

"Wer das famose Berliner Saxophon Quartett je Bachs "Kunst der Fuge" hat spielen hören,der gab alle Vorbehalte gegen diese kuriose Besetzung sogleich auf. Das Ensemble musiziert so gewandt und klangschön, daß es scheinen will, der alte Bach habe aus dem Elysium sein Einverständnis vermittelt."
Rheinische Post

"Das Berliner Saxophon Quartett erreicht hier eine differenzierte Spielkultur, wie man sie wohl nur einem Streichquartett zutraut. Zum sehr guten Eindruck trägt auch diehervorragende Auswahl der Stücke bei, die von einer gefälligen Spätromantik bis zurjüngsten Moderne reicht. Das Ensemble widmet sich allen Richtungen mit demgleichen Engagement und musiziert mit einer hinreißenden Verve."
FonoForum über die CD: Vol. I (Schwan/Koch)

"Erste Preisstrophe: Vier Saxophone können weich, sanft, volltönend, aggresiv, jazzig, wie Samt, aber auch distanziert den Ton auf sein reines (abstraktes) Vorhandensein reduzierend und noch ganz anders klingen, - freilich nur wenn ihre Spieler technisch und in ihren Vorstellungen die unabsehbare Palette der Tongebung zur Vefügung haben. Zweite Preisstrophe: die vier jungen Saxophonisten ... können das. ... Hier sind kulinarische Schlußgestaltungen, Tondifferenzierungen gemeinsame Entwicklungen, klug angelegte Dispute u.a. zu geniessen. Dritte Preisstrophe: die vorliegende Schallplatte bietet ein weitgehend unbekannstesStück Musikgeschichte an... Dem Verwandlungskünstler unter den Instrumenten ist der Eklektizismus der Kompositionen angemessen. Es sind Stücke zum Schmunzeln und zum Bewundern. Die vier Berliner Saxophonisten haben daran größten Anteil."
Prof. Christoph Richter - Musik und Bildung über die CD : Vol. I (Schwan / Koch)